Kinderkrippe "Wohnheime Fr├╝hlingstra├če"
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Pädagogisches Grundverständnis

Wir verstehen unsere Arbeit als Bereicherung und Ergänzung zur Familie. Es ist uns ein großes Anliegen, dass sich Kinder und Eltern in unserer Krippe wohlfühlen, und allen die Zeit in der Krippe in freudiger Erinnerung bleibt.

Die Grundlage hierfür ist der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan, das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz und unser christliches Menschenbild.

  

 

 


Partizipation:

Empathie und die Fähigkeit, detailliert zu beobachten, sind wichtige Grundlagen für die Arbeit mit Kindern von 0 - 3 Jahren.

Krippenkinder kommunizieren auf einer anderen Ebene als Erwachsene. Sie drücken ihre Bedürfnisse zunächst durch ihre Körpersprache (Gestik, Mimik) und Lautieren aus. Erst mit fortschreitender Sprachkompetenz ist es ihnen möglich, ihre Wünsche konkret zu artikulieren.

Als Fachkräfte sind wir geschult, die Bedürfnisse der uns anvertrauten Kinder zu erkennen, individuell zu befriedigen und ihre Wünsche zur Gestaltung des Tages angemessen zu berücksichtigen.

So wird der Partizipationsgedanke auch in einer Kinderkrippe erfolgreich umgesetzt, selbst die Kleinsten wirken aktiv an ihren Bildungsprozessen mit.

 

 

 

Eingewöhnung

Ein wichtiger Schwerpunkt in unserer Arbeit ist die Eingewöhnung. Damit sich das Kind von Anfang an bei uns wohl fühlt, und seine Eltern es mit ruhigem Gewissen in die Krippe bringen können, ist eine sanfte Eingewöhnung von großer Bedeutung. Wir arbeiten in Anlehnung an das "Berliner Modell".

Mutter oder Vater begleiten das Kind mindestens 2 Wochen lang stundenweise in seiner neuen Umgebung. In der ersten Woche bleibt das Kind mit seinen Eltern an 3 Tagen für maximal 2 Stunden in seiner Gruppe. Die Bezugsbetreuerin des Kindes nimmt in dieser Zeit nur zurückhaltend Kontakt zu dem Kind auf. Spielen, Wickeln und Füttern übernehmen noch die Eltern.

In der zweiten Woche kann die individuell auf das Kind abgestimmte Ablösung erfolgen. Nach Absprache mit den Eltern kann das Kind nun schon für kurze Zeit alleine in der Gruppe bleiben. Diese Zeit wird langsam ausgedehnt.

Das Gelingen einer optimalen Eingewöhnung ist aber auch immer davon abhängig, dass die Eltern der neuen Umgebung ihres Kindes positiv gegenüber stehen und in der Lage sind, loslassen zu können.

Wir sind während der Eingewöhnungzeit intensiv mit den Eltern im Austausch.

 

 

 

Pädagogische Ziele und Methoden

Soziales Lernen

Soziales Lernen geschieht jeden Tag, jede Stunde und jede Minute in einer Gemeinschaft aus Kindern und Erwachsenen.

Krippenkinder lernen beim Spiel. Spielen ist Lernen.

Egal ob es das erste Greifen nach der Rassel ist, oder der erste selbstgebaute Turm, das Kind lernt bei jeder seiner Handlungen.

 

Persönliche Fähigkeiten

Durch gezielte Beobachtung Ihres Kindes erkennen und fördern wir die persönlichen Fähigkeiten individuell. Die Entwicklungstabelle nach Beller spielt dabei eine große Rolle. Die Auswertung gibt nicht nur ein detailiertes Bild von der Entwicklung des Kindes wieder, wir nutzen sie gleichzeitig als Reflexionsmöglichkeit für unsere Arbeit am Kind.

 

Soziale Fähigkeiten

Soziale Fähigkeiten lernt Ihr Kind in der Gemeinschaft mit Gleichaltrigen. Es lernt, sich in eine Gruppe zu integrieren, Freundschaften zu schließen, sich gegenseitig zu helfen, Respekt gegenüber anderen zu zeigen, zu teilen und all die anderen Vorteile vom Miteinander kennen.

 

Alltagsfähigkeiten

Resilienz ist für uns die wichtigste Basiskompetenz, die wir Ihrem Kind mit auf den Weg geben möchten. Uns liegt es am Herzen, zu Ihrem Kind eine stabile Beziehung aufzubauen, ihm wertschätzend gegenüber zu treten, und es stark zu machen für das Leben.

Wir fordern, aber überfordern Ihr Kind nicht. So entwickelt es Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, es traut sich selber etwas zu. Das Selbstbewußtsein wächst.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Kleinstkindpädagogik ist die Unterstützung Ihres Kindes bei der Entwicklung zur Selbständigkeit:

Ich entscheide, mit wem, und was ich spielen möchte.

Ich kann meine Schuhe alleine an- und ausziehen.

Ich entscheide,

wann ich trinken möchte,

wann ich satt bin,

welche Farbe mir am besten gefällt.


 

Kinder anderer Altersgruppen

In der Zeit zwischen 6 und 8.30 Uhr am Morgen und ab 15 Uhr am Nachmittag betreuen wir alle Kinder zusammen. Die Kleinen lernen von den Großen, die Großen lernen aber auch von den Kleinen.

 

Mädchen und Jungen

Wenn Mädchen Lust haben, mit Autos zu spielen, unterstützen wir sie darin genauso wie die Jungen, die gerne mit Puppen spielen.

 

Interkulturelles Lernen

Femis Papa kommt aus Afrika. Femis Mama kocht mit uns und für uns ein afrikanisches Mittagessen.

 

Werteorientierung und Religion

Durch unsere christliche Lebenseinstellung ist es für uns selbstverständlich, den Kindern die Bedeutung von gegenseitiger Akzeptanz, Geben und Nehmen, Vertrauen und Zuversicht zu vermitteln.

Als evangelische Einrichtung feiern den Geburtstag Ihres Kindes und die anderen Feste des Kirchenjahres.

Das Tischgebet vor dem gemeinsamen Mittagessen wird täglich durch den Farbwürfel neu ausgewählt.

Jeden Donnerstag Vormittag ist "biblischer Geschichtentag". Elke bearbeitet mit den Kindern spielerisch und mit viel kreativen Angeboten die verschiednesten Themen der Schöpfungsgeschichte und der christlichen Feste.

 

Sprache

Die Sprachentwicklung beginnt bereits am Tag der Geburt, das Neugeborene ist in der Lage, verschiedene Stimmungen und Bedürfnisse durch lautes Schreien oder leises Weinen kund zu tun. Mit der Zeit versucht der Säugling dann die unterschiedlichen Laute nachzuahmen, es gelingt ihm, einfache Silben zu bilden und mit 1,5 Jahren können in der Regel alle Kinder einzelne Worte sprechen. Es folgen Zwei- und Dreiwortsätze und es dauert dann nicht mehr lange, bis einfache Unterhaltungen möglich sind.

Krippenkinder werden durch Reden, Reime, Singen und Fingerspiele sprachlich angeregt werden. Kleinkinder haben großes Interesse an Bilderbüchern. Wir lesen den Kindern vor und da alle Kinder Wiederholungen lieben, können sie bald die Geschichte in ihren eigenen Worten erzählen.

Jeden Mittwoch kommt unsere "Lese-Oma" mit spannenden Bilderbüchern zu Besuch.

Die alltäglichen Handlungen verbal zu begleiten, ist für jedes Kind wichtige Voraussetzung für die kognitive Entwicklung und Umwelterfassung.

 

Informations- und Kommunikationstechnik, Medien

Wir setzen in unserem Krippenalltag sowohl auditative als auch visuelle Medien ein, nämlich Musik-CDs, Bilderbücher, Hörspielkasetten, Fotowände.

Das Fotografieren mit der Digitalkamera macht unseren Kindern besonderen Spaß, da sie sich unmittelbar nach der Aufnahme auf dem Display betrachten können, oder alle zusammen vor dem laptop eine Diashow genießen können.

 

Mathematik

Jeden Morgen um 9.30 Uhr gibt es eine Obst- oder Gemüsezwischenmahlzeit. Zusammen mit den Kindern wird z.B. eine ganze Banane oder eine Gurke in viele kleine Stücke geteilt und auf einen großen Teller angerichtet. Jedes Kind nimmt sich abwechseld ein Stück und erfährt so u.a., dass eine Menge kleiner wird, je mehr ich davon wegnehme.

Der Zahlenbegriff wird spielerisch in das Alltagsgeschehen eingebunden.

 

Naturwissenschaften und Technik

Ich male mit Fingerfarbe, meine Hände sind voller gelber Farbe. Ich wasche meine Hände mit Wasser. Meine Hände sind sauber, das Wasser hat sich gelb verfärbt.

Drücke ich auf den Lichtschalter, geht das Licht an und es wird hell im Zimmer. Drücke ich nochmal darauf, geht das Licht wieder aus und es wird dunkel.

 

Umwelt

In unserer Krippe gibt es ein Aquarium mit großen und kleinen Fischen. Bevor wir am Vormittag Obst essen, werden die Fische gefüttert. Die Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen für das Wohl der Fische.

Im Sommer gehe ich mit kurzer Hose und T-Shirt spazieren, im Winter brauche ich Mütze, Schal und Handschuhe. Die Kinder lernen die Jahreszeiten mit deren Eigenschaften kennen.

 

Ästhetik, Kunst und Kultur

" Kinder wollen die Welt wahrnehmen, sie erobern und mit allen Sinnen tätig sein.

Kinder wollen Neues erproben und Fertigkeiten entwickeln.

Kinder wollen spielen, selbstbestimmt und hingebungsvoll, mit sich und mit anderen.

Kinder wollen sich frei bewegen und körpersicher werden." (G.Regel)

Wir sehen es als unseren Arbeitsauftrag Ihrem Kind all dies zu ermöglichen.

 

Musik

Musik öffnet das Herz und ermöglicht eine ganzheitliche Körpererfahrung. Vor allem Säuglinge leben in den ersten Monaten überwiegend in einer Klangwelt.

Musik ermöglicht Ihrem Kind, seine Gefühle z.B. durch Bewegung, Gestik und Mimik auszudrücken und so Zugang zu sich selbst zu finden!

Jeden Dienstagvormittag lernen die Kinder zusammen mit ihrem Erzieher Reinhold  Sing- und Bewegungsspiele und unterschiedlichste Instrumente kennen. Herr Bloos hat im Januar 2012 die Ausbildung zum Musikpädagogen im Elementarbereich erfolgreich abgeschlossen.

 

Bewegung, Rhythmik, Tanz und Sport

Wir singen, tanzen, hüpfen, springen, draußen oder drinnen. Frosch und Hase, Vöglein und Hund, die Tierwelt ist bei uns ganz bunt. Wir sprechen die Sprache von all den Tieren, krabbeln auf allen Vieren, oder fliegen einfach durch die Luft, HOKUS, POKUS, FIDIBUS!

 

Gesundheit

Spielen, Lernen und Bewegung machen hungrig. Alle Mahlzeiten, die Ihr Kind in unserer Einrichtung erhält, werden in der hauseigenen Küche täglich frisch zubereitet.

Auch die Säuglinge erhalten frisch gekochtes Gemüse und Obst, entsprechend püriert.

Nach dem Mittagessen putzen unsere großen Kinder ihre Zähne und freuen sich schon auf den nächsten Besuch von unserer Zahnärztin.

Das Händewaschen mit Wasser und Seife vor dem Essen und nach jedem Toilettengang ist für uns selbstverständlich. Die Sauberkeitserziehung beginnt nach dem 2. Lebenjahr, bzw. je nach Entwicklungsstand Ihres Kindes.